Fallbeispiel

Schweizer Freihandel mit Mercosur

Beim Schutz von Natur und Indigenen Gemeinschaften im Amazonas, stehen auch Schweizer Abnehmer brasilianischer Güter in der Pflicht. Das muss Teil des geplanten Freihandelsabkommen sein, fordert die GfbV.

Pressekonferenz indigener Delegierter aus Brasilien in Bern: Elizeu Guarani Kaiowá, Sonia Guajajara und Kretã Kaingang Pressekonferenz indigener Delegierter aus Brasilien in Bern: Elizeu Guarani Kaiowá, Sonia Guajajara und Kretã Kaingang

Während Präsident Bolsonaros Rhetorik und Politik die Ausbeutung der Natur und der Indigenen Gemeinschaften beflügelte, stehen die europäischen Länder als Abnehmer brasilianischer Produkte ebenso in der Verantwortung: Auch die Schweiz importierte in den letzten Jahren zum Beispiel Futtermittel, Rindfleisch, Gold oder Palmöl aus Brasilien, auch aus der Amazonasregion. Nun wollen die Efta-Länder mit der Schweiz ein Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten, also auch mit Brasilien. Als Mitglied der Mercosur-Koalition verlangt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gemeinsam mit anderen NGOs, dass ein solches Abkommen Kontroll- sowie verbindliche Sanktionsmechanismen enthält bezüglich Indigenenrechten und Umweltschutz.

Positionspapier zum Freihandel

 

Im Herbst 2019 reiste eine Delegation von Indigenen Leaderinnen und Leadern durch Europa, um die europäischen Länder auf ihre Verantwortung beim Handel mit Brasilien aufmerksam zu machen. Die GfbV begleitete die Delegation in der Schweiz. Sie unterstützt ihren Aufruf an die Schweiz, Massnahmen zu ergreifen und sich für faire und nachhaltige Wirtschaftsbeziehungen einzusetzen.

Video: Kundgebung zum Handel mit Brasilien

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