Fallbeispiel

Mit Kakao gegen illegalen Goldabbau

Das Land der Yanomami ist von illegaler Goldschürferei betroffen. Trotzdem lockt das lukrative Geschäft auch junge Yanomami. Die GfbV fördert mit ihnen eine Alternative: Kakao anbauen und verarbeiten, sowie zerstörtes Land aufforsten.

Brasilien: Ein Kakaoprojekt schafft Zukunftsperspektiven. Foto: ISA Brasilien: Ein Kakaoprojekt schafft Zukunftsperspektiven. Foto: ISA

Die Gemeinschaft der Yanomami lebt im grössten brasilianischen Schutzgebiet des Amazonas. Doch ihre Lebensweise ist bedroht, denn illegale Goldsucher dringen immer weiter in den Regenwald vor. Bei der Goldgewinnung zerstören sie den Lebensraum der Indigenen Gemeinschaften, verwüsten den Regenwald und vergiften Umwelt und Menschen mit Quecksilber.

Das Kakao-Geschäft bietet den jungen Yanomami und Ye'kwana eine nachhaltige wirtschaftliche Perspektive.

Bis heute halten sich im Yanomami-Gebiet schätzungsweise 10‘000 illegale Goldschürfer auf. Der monatliche Umsatz beim Geschäft mit dem Gold beträgt allein in diesem Gebiet rund 7,7 Millionen Schweizer Franken. Das schnelle Geld führt auch junge Angehörige der Yanomami in Versuchung, ihr Glück beim Gold-Geschäft zu versuchen.

Um dem entgegenzuwirken und den Indigenen Gemeinschaften eine nachhaltige Einkommensmöglichkeit zu bieten, bilden die GfbV und ihre Partnerorganisation «Instituto Socio Ambiental» ausgewählte Gemeinschaften in der Kakao-Wirtschaft aus. Die jungen Yanomami erlernen die Aufforstung und die Pflege von Kakaobäumen sowie die anschliessende Verarbeitung der Ernte. Mitte Dezember 2019 konnten die ersten 1'000 Schokolade-Tafeln aus der ersten Kakao-Ernte präsentiert werden. Bis 2021 sollen 7'000 Bäume gepflanzt sein.

Ein Yanomami-Mädchen isst ein Stück Schokolade

Alternativen zum Goldabbau: Das Projekt ermöglicht es jungen Yanomami, mit dem Anbau und der Verarbeitung von Kakao ein Einkommen zu erhalten. Foto: Instituto Socio Ambiental

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