Konzernverantwortung abgelehnt

29 Nov 20
News

Konzernverantwortung abgelehnt: Trotz Enttäuschung ein Achtungserfolg

fahne-balkon-de

Konzernverantwortung abgelehnt:  Trotz des erfreulichen Volksmehrs ist die Konzernverantwortungsinitiative am Ständemehr gescheitert. Trotz der Enttäuschung über dieses Abstimmungsresultat sind die riesige Mobilisierung und Sichtbarkeit der Initiative sowie die breite Diskussion im Vorfeld der Abstimmung erfreulich. Es war das Verdienst Tausender engagierter Bürgerinnen und Bürger, die in den letzten Monaten mit viel Herzblut für mehr Konzernverantwortung einstanden. Wir danken allen Beteiligten für das riesige Engagement!

Für immer mehr Schweizerinnen und Schweizer ist heute klar, dass Profit nicht auf Kosten der Menschen oder der Umwelt erwirtschaftet werden darf. Die Gesellschaft für bedrohte Völker weist darauf hin, dass die Debatte einige Verbesserungen im Umgang mit der Konzernverantwortung ausgelöst hat. Auch wenn der Gegenvorschlag völlig ungenügend ist, nimmt er erste zaghaft Schritte in die richtige Richtung. Ohne die Konzernverantwortungsinititiative wäre dies nicht erfolgt. Der Nationale Kontaktpunkt der OECD gewann im Windschatten der Initiative etwas an Biss, und in der Geldwäschereigesetzgebung und im Aktienrecht erhält die Einsicht, die Unternehmen mehr zur Verantwortung zu ziehen, immer mehr Unterstützung. Immer mehr Länder erlassen Gesetze zur Konzernverantwortung. Die Gesellschaft für bedrohte Völker wird sich weiterhin für klare verbindliche Rahmenbedingungen für Unternehmen einsetzen.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat sich als eine der 14 Trägerorganisationen der unterdessen 120 unterstützenden Organisationen seit dem Anfang für das Anliegen engagiert. Denn indigene Völker und Minderheiten sind häufig betroffen von den negativen Auswirkungen wirtschaftlicher Aktivitäten. Die GfbV wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass sowohl die offizielle Schweiz wie auch einzelne Schweizer Wirtschaftsakteure bei ihren Geschäften neben wirtschaftlichen Interessen auch Menschenrechte und Umweltschutz als Ziel vor Augen haben.

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