Europäisches Goldforum in Zürich: GfbV fordert Goldproduzenten zur Achtung der Menschenrechte und zum Schutz der Umwelt auf – Gesellschaft für bedrohte Völker

16 Apr 13

Europäisches Goldforum in Zürich: GfbV fordert Goldproduzenten zur Achtung der Menschenrechte und zum Schutz der Umwelt auf

Seit heute tagen die wichtigsten Goldproduzenten am europäischen Goldforum in Zürich, um über Trends, Goldpreise und Investitionspolitik zu diskutieren. Mit einer Mahnwache ruft die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Goldproduzenten auf, beim Goldabbau die Menschenrechte zu achten und die Umwelt zu schützen. Die Schweiz als wichtigste Drehscheibe im internationalen Goldbusiness könnte eine wichtige Rolle spielen auf dem Weg hin zu sauberem Gold.

Zwischen dem 16. und dem 18. April tagen die weltweit wichtigsten Goldproduzenten am Europäischen Goldforum in Zürich. Das Forum ist eine Veranstaltung für institutionelle Investoren, Portfolio- und Fondsmanager und den Mitgliedern der Denver Gold Group. Die Teilnahme am Forum ist nur durch persönliche Einladung möglich. Dass das Goldforum in der Schweiz stattfindet, ist wohl kein Zufall. Die Schweiz ist die zentrale Drehscheibe im internationalen Goldbusiness – rund ein Drittel des Goldes, das in Minen in aller Welt gefördert wird, kommt zur Verarbeitung in die Schweiz: Vier der neuen grössten Goldraffinerien befinden sich in der Schweiz.

Menschenrechte und Umwelt vor Profit
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ruft mit einer Mahnwache vor dem Goldforum die Akteure im Goldbusiness dazu auf, in den Gold-Abbaugebieten die Menschenrechte und insbesondere das Recht der Lokalbevölkerung auf das freie, informierte und vollständige Einverständnis zu respektieren, mit ihnen einen andauernden Dialog auf Vertrauensbasis zu führen und die Umwelt nicht zu schädigen.

Viele der ergiebigsten Goldreserven sind heute erschöpft. Deshalb sucht die Industrie Gold oft auch in unberührten Gebieten und in Regionen, wo indigene Völker leben. Durch den Einsatz von hochgiftigem Zyanid im industriellen Goldabbau und von Quecksilber im Kleinbergbau werden oft Umweltschäden hervorgerufen und ganze Landstriche verwüstet. Immer wieder kommt es auch zu zum Teil gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der Lokalbevölkerung und den Minenbetreibern resp. den Sicherheitskräften. Im Juli 2012 beispielsweise starben bei Protesten gegen die Erweiterung der peruanischen Mine Yanacocha fünf Personen. Gold aus Yanacocha wird auch in der Tessiner Raffinerie Valcambi SA verarbeitet, die wie die Goldmine selbst zum US-amerikanischen Minenkonzern Newmont Mining gehört.

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