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Gesellschaft für bedrohte Völker

Roma in der Schweiz: Geschichte, Gegenwart, Zukunft

Aktionstag vom 6. April 2017
«Als Roma in der Schweiz lebt man gut, solange man sich nicht geoutet hat.» Mit diesem Satz beginnt das Video mit Erfahrungsberichten von Roma, welches die GfbV im Hinblick auf den Internationalen Tag der Roma am 8. April produziert hat.



Die Roma gehören seit 600 Jahren zur Schweizer Realität. Sie haben eine eigene Kultur und Sprache, sie sind gut integriert. Die meisten von ihnen sind Schweizer Bürgerinnen und Bürger. Aber noch immer werden Vorurteile und Klischees unhinterfragt weitergegeben. So nehmen rassistische Äusserungen gegen Roma in Politik und Öffentlichkeit zu; die Medien berichten immer noch vorwiegend pauschalisierend; von der Polizei werden Roma oft willkürlich angehalten und kontrolliert. Und eine öffentliche Aufarbeitung der Geschichte der Roma in der Schweiz, geprägt von Ausgrenzung und Ablehnung, steht noch aus.

Auf diese Situation wollen wir aufmerksam machen: Anlässlich des Internationalen Tages der Roma (8. April 2017) bringen sich die Roma-Organisationen in die Debatte ein – für Respekt und für die Anerkennung als nationale Minderheit der Schweiz.

Donnerstag, 6. April 2017 in Bern

Detox-Dance zum Mitmachen: 12 bis 13 Uhr auf dem Waisenhausplatz
Podiumsdiskussion (Deutsch): 18 Uhr im Hotel Kreuz, Zeughausgasse 41, Eintritt frei /Kollekte/ Apéro nach dem Podiumsgespräch

Es diskutieren:Stéphane Laederich (Rroma Foundation), Mustafa Asan (Roma Jam Session Art Kollektiv), Kemal Sadulov (Romano Dialog), Martine Brunschwig Graf (Präsidentin EKR), Barbara Gysi (Nationalrätin SP/SG), Thomas Huonker (Historiker) und Sophie Heegaard (Direktion für Völkerrecht/EDA)
Moderation: Angela Mattli, Kampagnenleiterin Minderheiten & Diskriminierung, GfbV Schweiz

Partnerorganisationen
: Rroma Foundation, Romano Dialog, Roma Jam Session Art Kollektiv, Verband Sinti und Roma Schweiz

Wir danken:
Schweizerische Eidgenossenschaft/Bundesamt für Kultur
Schweizerische Eidgenossenschaft/Fachstelle für Rassismusbekämpfung FRB
Anne Frank Fonds


Aktionstag vom 6. April

Donnerstag, 6. April 2017 in Bern

Detox-Dance zum Mitmachen: 12 bis 13 Uhr auf dem Waisenhausplatz Podiumsdiskussion (Deutsch): 18 Uhr im Hotel Kreuz, Zeughausgasse 41, Eintritt frei /Kollekte/ Apéro nach dem Podiumsgespräch

Plakat 6. April (PDF, 230 KB)

Wir danken für die Unterstützung:

Logos Organisationen Unterstützung 6. April Schweizerische Eidgenossenschaft/Bundesamt für Kultur; Schweizerische Eidgenossenschaft/Fachstelle für Rassismusbekämpfung FRB; Anne Frank Fonds

Roma fordern Respekt und Anerkennung

Das Factsheet zeigt die bislang nicht öffentlich aufgearbeitete Geschichte der Roma in der Schweiz und unsere Forderungen zur aktuellen Situation.

- Roma sollen in der Politik stärker vertreten sein und mitreden
- Die Schweizer „Zigeunerpolitik“muss aufgearbeitet werden
- Medien sollen weder pauschalisierend noch diskriminierend berichten
- Diskriminierende Polizeikontrollen („Racial Profiling“) müssen aufhören
- Politik, Behörden und Zivilgesellschaft müssen Rassismus gegen Roma verurteilen
- Die Roma sollen als Schweizer Minderheit anerkannt werden
Infografik_Voice_1_17_Roma_D (PDF, 62 KB)

Mitgliederzeitschrift VOICE – Sonderausgabe zu Roma in der Schweiz

Die Sonderausgabe unserer Mitgliederzeitschrift VOICE bietet folgende Hintergrundinformationen:
-Artikel zur aktuellen Situation der Roma in der Schweiz
-Artikel des Historikers Dr. Thomas Huonker zur Schweizer „Zigeunerpolitik“
-Interview mit Nationalrätin Barbara Gysi über ihr Engagement für die Förderung der kulturellen Vielfalt in der Schweiz
-Interview mit der ungarischen Kunsthistorikerin Tímea Junghaus über die Förderung der Kunst der Roma.
Voice 1_17_D (PDF, 364 KB)