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Afghanistan: Gemeinsam für die
Menschenrechte.
Lesen Sie den Bericht unserer
Projektkoordinatorin Manuela Wilhelm!
Ich heisse Manuela
Wilhelm und führe derzeit für die Gesellschaft
für bedrohte Völker (GfbV) ein Projekt in
Afghanistan durch. Ich bin eben von meinem
Projektaufenthalt in Afghanistan in die Schweiz
zurückgekehrt und möchte Sie nun gerne persönlich
über den Fortschritt unserer Arbeit vor Ort
informieren.
Nach
den schweren Ausschreitungen Ende Mai in der
Hauptstadt Kabul habe ich Afghanistan bestürzt
verlassen. Die zusehende Verschlechterung der Lage
wirkt sich auch auf unsere Tätigkeit in Afghanistan
aus. Wir und unsere afghanischen Partner werden
künftig noch sorgfältiger vorgehen müssen.
In
unserer Arbeit geht es darum, die Menschenrechte zu
stärken. Gemeinsam mit unseren afghanischen
Partnern, einem Netzwerk von 53
Menschenrechtsorganisationen sowie dem Dänischen
Menschenrechtsinstitut, arbeiten wir darauf hin,
dass die Bevölkerung in Afghanistan für
Menschenrechte sensibilisiert wird. Denn eine starke
Menschenrechtskultur ist ein wichtiger Beitrag an
die nachhaltige Stabilisierung des Landes.
Wir
haben dazu ein Lehrbuch entwickelt, welches
einzigartig ist. Erstmals wurde ein
Menschenrechtslehrbuch gemeinsam mit Afghaninnen und
Afghanen verfasst, welches die besondere Situation
in Afghanistan berücksichtigt.
Es ist in einer
einfachen, verständlichen Sprache geschrieben.
Anhand alltagsbezogener Anwendungsbeispiele wird
erklärt, was Menschenrechte sind. So wurde z.B. ein
Schwergewicht auf die Menschenrechte der Frauen
gelegt, die in der afghanischen Gesellschaft immer
noch stark diskriminiert werden.
Anfang
des Jahres wurden mittels des Lehrbuches Schulungen
in Kabul durchgeführt. Das Interesse daran war so
gross, dass wir auch erste Schulungen im Osten und
Norden des Landes durchführen konnten.
Eine
Teilnehmerin eines Kurses sagte: "Dank der
Schulung verstehe ich besser, was Menschenrechte
sind. Ich habe zudem gelernt, selber Menschenrechte
zu lehren und fühle mich jetzt selbstsicherer, wenn
ich vor einer Gruppe spreche."
Schon
sind Teilnehmende der ersten Schulung selbst in der
Lage, Menschenrechtsworkshops durchzuführen. So
wird das Wissen ins ganze Land hinausgetragen.
Weil
die Sicherheitslage prekär ist, sind wenige
internationale Organisationen ausserhalb von Kabul
tätig. Unser Schulungsprogramm ist deshalb sehr
willkommen. Es ist besonders in der jetzigen
Situation wichtig, dass unsere afghanischen
Partnerorganisationen ihre Arbeit fortsetzen
können.
Falls
Sie nähere Informationen über das Projekt
wünschen, können Sie sich gerne mit mir in
Verbindung setzen (Telefon: 031 311 90 08 und
E-Mail: afghanistan@gfbv.ch).
Projekte
wie dieses in Afghanistan können wir ohne Ihre Hilfe nicht realisieren. Darum: Unterstützen Sie
uns doch mit einer Spende.
Ich
danke Ihnen herzlich für Ihre Hilfe!
Manuela
Wilhelm
Projektkoordinatorin
Afghanistan
am 19. Juni 2006
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