Newsletter 77
13.7.01


Olympia Peking 2008: Chinesische Regierung zur Wahrung der Menschenrechte verpflichten

Das Internationale Olympische Komitee hat heute die Sommerspiele 2008 an Peking vergeben. Vor dem Hintergrund der massiven Menschenrechtsverletzungen in China fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker die chinesische Regierung auf, sich auf die Prinzipien der Olympischen Charta und die Wahrung der Menschenrechte zu verpflichten.

Die chinesische Regierung muss die Olympische Charta und die grundlegenden Menschenrechte respektieren. Dies forderte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) nach Bekanntgabe der Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees. Mit der Übernahme der Spiele anerkennt die chinesische Regierung die Prinzipien der Olympischen Charta. Darin enthalten ist auch die Gewährleistung der Menschenrechte in China.

Das Internationale Olympische Komitee hat mit seiner Entscheidung, die Spiele in Peking auszurichten, die Verantwortung übernommen, in allen Phasen der Vorbereitung und der Durchführung der Spiele auf die Einhaltung der ethischen Prinzipien der Olympischen Charta zu drängen. Die internationale Gemeinschaft muss China auf die Durchsetzung der Menschenrechte verpflichten. Zudem sind auch Spitzensportlerinnen und -sportler, die sich auf die Wettkämpfe vorbereiten, dazu aufgerufen, sich unmissverständlich für die Religionsfreiheit der buddhistischen Tibeter und muslimischen Uiguren sowie der Anhänger der Falun Gong-Bewegung einzusetzen. Seit April 2001 wurden in China bereits annähernd 1800 Menschen hingerichtet.


Newsletter abonnieren
Dossier China