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Newsletter 482
12.01.2010
Kein Kniefall vor China
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert den Bundesrat
und den Kanton Jura auf, die beiden Uiguren aufzunehmen, die seit
über 6 Jahren unschuldig in Guantánamo festgehalten werden. Die
Landesregierung soll in diesem Fall die Menschenrechte stärker
gewichten als die Wirtschaftsbeziehungen mit China.
Die
beiden uigurischen Brüder Bahtiyar (1976) und Arkin Mahnut (1964)
müssen seit Jahren in Haft leben, obwohl die
US-Untersuchungsbehörden ihnen bestätigt haben, dass sie unschuldig
seien. Eine Schweizer Delegation hat sich in Guantánamo ebenfalls
von der Unschuld der Brüder überzeugt. Die GfbV fordert die
Schweizer Regierung deshalb auf, sich dem Druck Chinas nicht zu
beugen und die beiden Uiguren aufzunehmen. Dies auch deshalb, weil
China keine Gewähr für die Einhaltung der Menschenrechte bietet.
Bahtiyar und Arkin Mahnut lebten als Angehörige der uigurischen
Minderheit in der chinesischen Provinz Ostturkestan. Enttäuscht von
der wirtschaftlichen Perspektive und wegen massiven
Menschenrechtsverletzungen flüchteten sie nach Pakistan. Sie nahmen
Kontakt auf mit Uiguren, welche in Afghanistan lebten, und befanden
sich in Afghanistan, als die amerikanische Armee Ende Jahr 2001 mit
den Bombardements begann. Sie flüchteten wieder zurück nach
Pakistan, wo sie von der lokalen Bevölkerung an die Amerikaner
übergeben wurden – gemäss zuverlässigen Quellen gegen eine
Entschädigung von rund 5000 Dollars.
Als
Depositarstaat der Genfer Konventionen kann unser Land ein klares
Zeichen setzen und den beiden Unschuldigen eine menschliche Zukunft
in der Schweiz ermöglichen.
Dossier China
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