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Newsletter 474
02.11.2009
Einladung zum Vortragsabend mit Malek Sitez und
Tillmann Schmalzried:
Medienfreiheit - Eine Herausforderung für Afghanistan
Einige Jahre nach Ende der Taliban-Herrschaft existiert in
Afghanistan zwar das Recht auf freie Rede, aber Regierung und
Behörden übernehmen nicht die Verantwortung für dessen Durchsetzung.
Verschiedene Kräfte innerhalb der afghanischen Gesellschaft, seien
es Warlords, seien es Vertreter fundamentalistischer Strömungen,
bedrängen unabhängige Medien und kritische Medienschaffende.
Der Journalist Sayed Yaqub Ibrahimi recherchierte jahrelang über die
Menschenrechtsverletzungen alter und neuer Kriegsfürsten, auch über
deren Verwicklungen ins Geschäft mit Waffen und Drogen. Zuerst
erhielt er Morddrohungen, dann wurde sein Bruder unter einem
Vorwand verhaftet und vorerst zum Tode, dann zu einer 20jährigen
Freiheitsstrafe verurteilt. Sayed Yaqub Ibrahimi allerdings liess
sich dadurch nicht einschüchtern.
Malek Sitez aus Afghanistan, ist Anwalt und Spezialist für
internationales Recht und Kenner des afghanischen Mediensystems. Er
ist Afghanistan-Verantwortlicher beim Dänischen Institut für
Menschenrechte (DIHR) und auch Berater eines afghanischen
Partnerprojektes der GfbV, dem Civil Society and Human Rights
Network (CSHRN).
Tillmann Schmalzried ist Afghanistan-Koordinator der GfbV
Deutschland. Er befasst sich seit langer Zeit mit dem Thema
Medienfreiheit in Afghanistan und hat Sayed Yaqub Ibrahimi auf
seinen Reisen in Europa begleitet.
Vortrag von Malek Sitez und Diskussion in englischer Sprache,
Vortrag von Tillmann Schmalzried auf Deutsch.
Freitag, 13. November 2009
19.30 Uhr bis ca. 21.00 Uhr
Songtsen House
Albisriederstrasse 379
8047 Zürich (Zürich-Albisrieden)
Eintritt frei, Kollekte
Die Veranstaltung wird organisiert von der Gesellschaft für bedrohte
Völker (GfbV) und vom Songtsen House. Wir würden uns über Ihre
Teilnahme freuen.
Flyer Veranstaltung
Dossier Afghanistan
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