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Newsletter 305
04.06.2007
Einladung zur Lesung und Begegnung mit Rebiya
Kadeer, der bekanntesten Menschenrechtlerin Chinas am 22. Juni in
Bern
Die Menschenrechtlerin Rebiya Kadeer wird in ihrer Heimat
Xinjiang, einer Provinz Chinas, respektvoll als „Mutter der Uighuren“
bezeichnet. Sie ist bereits mehrmals für den Friedensnobelpreis
nominiert worden für ihren Kampf um die Rechte der muslimischen
Minderheit der Uighuren. Diesem Kampf hat sie vieles untergeordnet,
unter anderem ihr privates Glück. Die GfbV möchte Sie am 22. Juni zu
einer Begegnung mit Rebiya Kadeer einladen.
Rebiya Kadeers Biografie „Die Himmelsstürmerin“, geschrieben von der
deutschen Schriftstellerin Alexandra Cavelius, liest sich spannender
als jeder Krimi. Die Biografie erscheint diesen Monat bei Heyne. Nun
möchten wir Sie herzlich einladen, an der Lesung und dem Treffen mit
der charismatischen Rebiya Kadeer in Bern teilzunehmen.
Rebiya Kadeer war einst eine der reichsten und meist geachteten
Frauen Chinas, bis sie anfing, sich für die Rechte der Uighuren in
der chinesischen Provinz Xinjiang einzusetzen, ein Gebiet, das von
seinen ursprünglichen Bewohnern Ostturkestan genannt wird. Von der
chinesischen Regierung werden die Uighuren unterdrückt. Frau Kadeer
hat fünf Jahre in einem chinesischen Gefängnis verbracht – weil sie
angeblich versucht hat, geheime Daten an ausländische Regierungen zu
liefern.
Rebiya Kadeer: „Seit 1949 eliminiert die chinesische Regierung alle,
die für die Uighuren einstehen. Kritische Uighuren werden
eingeschüchtert, andere müssen erst eingesperrt werden, dann
schweigen aber die meisten. Ich bin bekannt, ich war eine
erfolgreiche Geschäftsfrau, wohlhabend, einflussreich. Die Uighuren
hören auf mich. In China fürchtet man, dass ich über alles, was ich
weiss und was ich erlebt habe, mit fremden Regierungen rede. Denn es
ist klar: Ich bin bereit, die nötigen Opfer zu bringen.“
Aufgrund von Interventionen vieler Politiker und NGO weltweit ist
sie schliesslich frei gekommen. Seit März 2005 lebt Rebiya Kadeer
mit sechs von elf Kindern und ihrem Mann in Amerika. Sie kämpft
weiter leidenschaftlich für die Rechte der Uighuren. Auch wenn das
für ihre in China verbleibenden Kinder bedeutet, dass sie für den
Menschenrechtseinsatz ihrer Mutter bestraft werden.

Lesung und Begegnung
Rebiya Kadeer, uighurische Menschenrechtlerin
Oswald Iten, NZZ-Journalist, Moderation
Heidi Maria Glössner, Schauspielerin, deutsche Lesung
Can Asgar, deutsche Übersetzung
Freitag, 22. Juni 2007
20.15 Uhr
Thalia Bücher im Loeb
Spitalgasse 47/51
Bern
Lesung und Begegnung 12.-
Vorverkauf bei Thalia Bücher im Loeb
Ticketreservation unter 031 320 20 20
Infos unter www.thalia.ch
Flyer Einladung
Weitere Informationen zu Rebiya Kadeer
Dossier China
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